22.01.2020

LAG Berlin engagiert sich beim Berliner Projekt "Welcome-Baby-Bags"

Das Berliner Projekt „Welcome-Baby-Bags“ unterstützt Mütter in akuter Notsituation und ihre Neugeborenen. Teams von haupt- und ehrenamtlich engagierten Frauen packen Taschen („Welcome-Baby-Bags“) mit einer Erstausstattung für die Zeit nach der Entbindung. Sie beinhalten Pflege- und Gesundheitsartikel, Bekleidung sowie kleine Extras für Frauen, die mit der Anschaffung überfordert sind oder denen das Geld dafür fehlt. Die Landesarbeitsgemeinschaft Berlin zur Verhütung von Zahnerkrankungen (Gruppenprophylaxe) e.V. (LAG) stellt dafür Zahnpflegematerialien zur Verfügung. In den Sets sind neben Zahnbürsten für Mutter und Kind auch Informationsmaterialien enthalten.

Vielen Müttern ist nicht klar, dass die Zahnpflege bei ihrem Kind schon mit dem ersten Zahn beginnt und dass gesetzlich versicherte Kinder seit dem 1. Juli vergangenen Jahres vom 6. bis zum vollendeten 33. Lebensmonat Anspruch auf drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen und Schmelzhärtungsmaßnahmen haben. Obwohl Karies viele Faktoren hat (u. a. zuckerreiche Ernährung, mangelnde Mundhygiene) ist die Chance, dass das Kind kariesfrei aufwächst größer, wenn auch die Mutter kariesfrei ist.

Das bei dem Ökumenischen Frauenzentrum Evas Arche e.V. angesiedelte Projekt kooperiert mit etwa 100 sozialen Einrichtungen, die sich um Frauen in prekären Lagen kümmern. Ab Januar 2020 finanziert die Senatsverwaltung Gesundheit, Pflege und Gleichstellung das Projekt und gliedert es für drei Jahre an das Programm Babylotsen an.

Quelle: LAG Berlin

Projektleiterin Amelie Schwermer, Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz, LAG Geschäftsführer Andreas Dietze, Kinderschutzbeauftragter Detlef Kolbow (von links) (Quelle: LAG Berlin)