17.06.2021

Gesundheitsministerkonferenz: Einstimmig für das Zähneputzen in Kitas und Grundschulen

Neben Maßnahmen in Bezug auf die Corona-Pandemie stand am 16. Juni ein für die Gruppenprophylaxe zentraler Punkt auf der Tagesordnung der Gesundheitsministerkonferenz: Die Verbesserung der kindlichen Mund- und Zahngesundheit in Kindergärten und Grundschulen.

Folgender Beschluss wurde einstimmig gefasst: "Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder bitten die Jugend- und Familienministerkonferenz und die Kultusministerkonferenz, sich dafür einzusetzen, dass insbesondere das tägliche Zähneputzen mit fluoridierter Zahnpasta als wirksamste Vorbeugung (Prophylaxe) gegen Karies in Kindergärten und Grundschulen als äußert wichtig anerkannt sowie möglichst umgesetzt wird und die hierfür erforderlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden." (https://www.gmkonline.de/Beschluesse.html?id=1146&jahr=)

Initiative des Landes Berlin

Vorausgegangen war dem Beschluss der GMK großes Engagement aus dem Land Berlin, das auf Landesebene ebenfalls an einem Gesetzesvorhaben zur Verbesserung der (Mund-)Gesundheit von Kindern in Kitas und Schulen arbeitet und im letzten Jahr den Vorsitz der GMK innehatte. Die DAJ hatte sich im Juli 2020 in einem Brief an die zum damaligen Zeitpunkt der GMK Vorsitzende Berliner Gesundheitssenatorin gewandt. Das Anliegen der DAJ an die GMK: Neben der Verankerung des Zähneputzens im Allgemeinen auch bei allen aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung geförderten Aus- und Umbaumaßnahmen der Sanitärbereiche in Kitas und Schulen die Schaffung suffizienter Mundhygienemöglichkeiten zu berücksichtigen, um das hygienisch unbedenkliche alltägliche Zähneputzen für alle Kinder möglich zu machen.

Berlin wurde 2020 in der GMK für die Verbesserung der kindlichen Mundgesundheit initiativ, ein Beschluss kam jedoch noch nicht zustande.

Hartnäckigkeit hat sich gelohnt

2021 ging der Vorsitz in der GMK an das Land Bayern über. Berlin wählte daraufhin den Weg über die Instanzen und erreichte, dass das Thema mit angepassten Detailformulierungen über die Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG) erneut in die GMK eingebracht wurde.

Der aktuelle, einstimmige Beschluss der GMK stellt aus Sicht der DAJ einen bedeutenden Etappensieg dar, um das Zähneputzen in Kitas und Grundschulen zu stützen. Er bietet der Gruppenprophylaxe Rückhalt auf höchster Ebene. Jetzt liegt der Ball bei der Jugend- und Familienministerkonferenz sowie der Kultusministerkonferenz.